Jedes Jahr wird für das Mahnmal vor dem Alten Kirchsaal ein Friedens-Mahnstein gestaltet.

Die ursrpüngliche nationalsozialistische "Heldengedenstätte", die auf weitere Kriegstote einstimmen sollte (1936), hat die Auferstehungskirchengemeinde zu einem Friedensmahnmal umgestaltet, das sich jedes Jahr durch einen aktuellen Mahnstein weiterentwickelt.  

Nachdem viele Jahre das Wort "Frieden" in der Sprache eines Landes, deren Menschen Krieg und Gewalt erlitten haben, eingemeisselt wurde, haben wir seit 2011 Begriffe gesucht, die die Grundlage für ein Leben in Frieden beschreiben. Dabei leitet uns jeweils die aktuelle Situation von Gewalt und Sehnsucht nach Frieden.

2011, dem Jahr des arabischen Aufbruchs, war es "Freiheit";

2012 in Blick auf die anhaltende brutale Gewalt gegen die Bevölkerung in Syrien "Die Würde des Menschen achten";

2013 vor dem Hintergrund der Flüchtlingsbewegungen, die über Italien/Lampedusa zu uns gelangen "Schutz geben".

2014 mahnt uns angesichts der eskalierten Gewalt in so vielen Orten und Ländern der Welt der Mahnstein 2014 (drehbar als deformierte Erdkugel gestaltet), 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs,  das Leid der Menschen in aktuellen Kriegsgebieten, der Flüchtenden und der Opfer in Blick zu nehmen und sich dem Frieden zu verpflichten.

2015 trägt der Mahnstein die Inschrift "Geflüchtete Herzlich Willkommen in Lurup". Wie an allen Orten des Landes bildet sich auch in Lurup eine Initiative "Willkommen in Lurup", um geflüchtete Menschen zu unterstützen, die seit dem Sommer in großer Zahl in unser Land und auch in große provisorische Unterkünfte in unsere Nachbarschaft gekommen sind. Seit Mai 2016 wird die große öffentlich rechtliche Unterkunft in der Luruper Hauptstr. 11 bewohnt und Freiwillige der Initiative kümmern sich um nachbarschaftliche Hilfe. www.willkommen.unser-lurup.de