Familienkirche für Pfingsten zu Hause

Familienkirche für Pfingsten zu Hause


# Neuigkeiten
Veröffentlicht von Martin Goetz-Schuirmann am Mittwoch, 27. Mai 2020, 22:10 Uhr

Eine Familienkirche

für die Familie zu Hause

an Pfingsten

 

Die richtige Familienkirche gibt es im Moment ja nicht. Ein kleiner Virus, der Corona heißt, hat uns besiegt.

Besiegt? Nein, nicht ganz. Wir können uns zwar nicht in der Kirche treffen, jedenfalls nicht so richtig. Aber Familienkirche können wir feiern. Zu Hause. Ganz echt.

Dazu brauchen wir:

Eine gute halbe Stunde Zeit

Eine Familie, zumindest einen Teil davon

Ein helles/weißes Tuch und eine Kerze

Für jeden einen Stein

Ein schwarzes Tuch oder etwas Dunkles

Tücher oder Krepppapierstreifen in verschiedenen Farben

Teelichte

 

 

Und jetzt geht es los.

Zuerst unser Begrüßungslied. Könnt ihr es singen? 

Hier könnt ihr die Melodie anhören. (Link)

(Die Texte der Lieder sind ganz hinten abgedruckt)

 

Dann baut ihr einen kleinen Altar. Wenigstens das weiße Tuch legen und eine Kerze darauf stellen. Vielleicht findet ihr noch etwas zum Schmücken.

Zündet die Kerze an (aber nur, wenn Erwachsene dabei sind!)

Dann das nächste Lied. Könnt ihr es singen?

Hier könnt ihr die Melodie vom Akkordeon hören  (Link)

 

Jetzt kann sich jede/r einen Stein nehmen. Ihr kennt das ja schon: Der Stein ist wie unsere Sorgen, hart und kalt und schwer. Werdet einen Augenblick ganz still und denkt daran, was euch Sorgen macht. Dann legt ihr den Stein auf das weiße Tuch „zu Gott“. Er wird die Sorgen kleiner machen, irgendwie.

Wenn ihr wollt, erzählt ihr euch, was euch Sorgen macht. Das machen wir sonst in der Kirche nicht, aber hier seid ihr allein mit der Familie, da ist das manchmal leichter.

Dann kommt das Lied. Das können wir auch mal sprechen statt singen: Christus, hör uns an, erbarme dich …

Hier könnt ihr die Melodie vom Akkordeon hören  (Link)

 

 

Und jetzt kommt die Geschichte.

Von Pfingsten gibt es zwei Geschichten. Eine ist bekannt und die andere eigentlich gar nicht. Ich erzähle heute die eher unbekannte.

Wer auch die bekanntere hören will, kann ja später auf folgenden Link gehen:

 

Sie fängt nach Ostern an, bei den Jüngern in Jerusalem:

„Manche Leute haben gesagt, dass Jesus auferstanden ist.“

„Ich kann es nicht glauben, dass Jesus lebt.“

„Er war doch tot – und wir haben es gesehen.“

„Wenn uns die Soldaten finden, die Jesus verhaftet haben …Uns suchen sie auch! Und dann geht es uns auch so wie Jesus!“

„Macht die Türen zu – fest abschließen!“

So denken die Jünger nach Jesu Tod. Sie haben Angst.

 

Wie sieht es aus, wenn jemand Angst hat? Wie sitzt man dann?

Wie sieht es in so einem Menschen drinnen aus?

 

Wir breiten ein schwarzes Tuch auf dem Fußboden aus.

 

Voller Angst hocken die Jünger zusammen.

Und dann kommt Jesus.

Plötzlich ist er da – mitten im Raum- obwohl alles abgeschlossen war!

 

Wir stellen eine Kerze auf das schwarze Tuch.

Außerdem wird eine Schale mit bunten Krepppapierstreifen oder bunten Tüchern dazugestellt.

 

Plötzlich ist Jesus da. Was für ein Schreck! Was für eine Freude!

Und er sagt einfach: „Friede sei mit euch!“

 

Das machen wir auch. Wir geben uns alle die Hand und sagen „Frieden sei mit dir!“

Da ist ein schöner Satz. Guckt Euch dabei in die Augen.

 

Aber dann passiert noch etwas:

Jesus pustet sie an,

so wie Gott damals die ersten Menschen angepustet hat, damit Leben in sie kam.

Und er sagt dazu: „Gottes Geist soll zu dir kommen“

 

Was mag das wohl heißen?

Vielleicht merken wir es, wenn wir es einmal machen:

 

Die Eltern fangen an. Sie gehen zu ihren Kindern und pusten sie über die Hand sanft an.

Danach flüstern sie dem Kind ins Ohr: „Gottes Geist soll zu dir kommen.“

Dabei bekommt jedes Kind ein langes, aufgerolltes buntes Krepppapierband oder ein buntes Tuch in die Hand gedrückt.

Danach machen die Kinder es mir den Eltern genauso: Anpusten und ins Ohr flüstern.

 

Dann können die Kinder/die Eltern das auch untereinander machen. Diesmal mit einer kleinen Änderung: Wir pusten dem anderen auf den Handrücken. Ganz sanft, dass es leicht kitzelt.

So werden alle Kinder und auch die Eltern angepustet.

 

Als Jesus das mit den Jüngern gemacht hat, da ist ihre Angst klein geworden! Gottes Geist hat die Angst ganz klein gemacht.

Es kam Leben in sie, es wurde bunt und fröhlich. Sie öffneten die Tür und erzählten überall von ihren Erlebnissen mit Jesus.

 

Was macht das Leben bunt und fröhlich? Was können Eltern und große Kinder auf ihre Bänder schreiben?  „Liebe, Kraft und Besonnenheit“ steht jetzt in einem großen Banner am Gemeindehaus. Was könnte noch darauf stehen?

Jesus nannte es einfach: „Heiliger Geist“ oder „GottesGeist“

 

Jetzt nehmen wir die Bänder und schwenken sie hin und her. Wir können etwas darauf schreiben. Wir können aufspringen und damit im Raum umherlaufen.

Die bunten Bänder flattern wie im Wind hinter uns her.

Am Ende werden die Bänder auf dem schwarzem Tuch abgelegt.(Vorsicht mit der Kerze!)

Jetzt sieht das schwarze Tuch schön bunt aus.

 

Alle setzen sich wieder hin und wir singen: Du verwandelst meine Trauer in Freude.

Hier könnt ihr die Melodie vom Akkordeon hören  (Link)

 

Jedes Jahr erinnern wir uns am Pfingsttag daran, dass Gottes Heiliger Geist zu uns kommen kann und unser Leben bunter und fröhlicher machen kann und die Angst kleiner. Dafür können wir Gott Danke sagen. Das machen wir immer mit dem Anzünden kleiner Kerzen.

(Das geht zuhause natürlich nur, wenn Erwachsene dabei sind!)

 

Und wenn alle Kerzen brennen und wir jetzt noch „Sanna, sannanina“ singen, dann lassen wir dabei noch einmal unsere Tücher flattern.

Hier könnt ihr die Melodie vom Akkordeon hören  (Link)

 

Zum Schluss werden wir noch einmal ganz still. Sprecht zusammen das Gebet von Jesus: Vater unser im Himmel …

 

Ganz zum Schluss der Segen: Der ist diesmal etwas anders als sonst, aber Ihr kennt ihn schon:

Pustet Euch gegenseitig auf die Handfläche und sagt dazu

“Gottes Geist soll zu dir kommen!“

Amen!

 

Wenn Ihr noch Lust auf ein Lied habt, dann singt noch Segne, Vater, tausend Sterne (Link)

 

 

 

Hinterher aufräumen und Saft trinken nicht vergessen.

 

 

.-.-.-.-.-.-.

 

Liedtexte:

 

Wir sind hier zusammen, Große und auch Kleine,

Mädchen oder Jungen, loben unsern Gott.   A je E jaja je    A je, E jaja je

 

 

Komm, wir wollen hören, komm, wir wollen fragen,

lasst die Kerzen brennen, loben unsern Gott.   A je E jaja je …

 

Komm, wir wollen spielen, hören die Geschichte,

uns darin erkennen, loben unsern Gott.   A je E jaja je …

 

Jede/r kann dabei sein Ewigkeit zu teilen,

Leben voller Fülle, loben unsern Gott.    A je, E jaja je...

 

 

Die Kerze brennt, ein kleines Licht,

Wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht!“,

erzählen und singen, wie alles begann,

in Gottes Namen fangen wir an.

 

 

Christus, hör uns an, erbarme dich,  Christus, hör uns an, erbarme dich,

Christus, hör uns an, erbarme dich unser

 

 

Du verwandelst meine Trauer in Freude, du verwandelst meine Ängste in Mut.

Du verwandelst meine Sorge in Zuversicht, guter Gott, du verwandelst mich.

 

 

Segne, Vater, tausend Sterne, segne, Vater, unsre Erde,

segne, Vater, Meer und Land, segne, Vater, Herz und Hand.

 

Segne uns mit der Weite des Himmels, segne uns mit der Wärme der Sonne,

Segne uns mit der Frische des Wassers, himmlischer Vater, segne uns.

 

Segne uns mit dem Rauschen der Wälder, segne uns mit der Ernte der Felder,

segne uns mit der Kraft der Tiere, himmlischen Vater, segne uns.

 

Segne uns mit den Träumen der Kinder, segne uns mit der Liebe der Eltern,

segne uns mit den Geschichten der Alten, himmlischer Vater, segne uns.

 

 

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

 

 

 

 

 

.-.-.-.-.-.

 

Dieser Gottesdienst wurde auch 2004 in unserer Auferstehungskirche gefeiert. Er ist aufgeschrieben in unserem Buch Familienkirche macht Spaß.

Die Geschichte steht im Johannesevangelium, Kapitel 20, Vers 19-22

Die Lieder hat Uli Metzdorf auf dem Akkordeon gespielt.

JW

Kommentare

EdwardoBum
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